Insolvenz in Deutschland – erste umfassende Befragung

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Insolvenz in Deutschland – erste umfassende Befragung


Vor wenigen Tagen ist eine Online-Befragung der Gläubigerschutzvereinigung Deutschland e.V. (GSV) gestartet worden, die es sich zum Ziel gesetzt hat nach 10 Jahren InsO ein "ungeschminktes" Bild von der Praxis der Insolvenzabwicklung in Deutschland vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen Betroffener und Beteiligter zu gewinnen. Die Gläubigerschutzvereinigung Deutschland (GSV) startet im Rahmen einer Forschungskooperation eine erste umfassende Umfrage zu Insolvenzverfahren in Deutschland. Schuldner, Gläubiger, Verwalter und Gerichte werden nach ihren Meinungen und Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse sollen den Gesetzgeber bei der Reform des Insolvenzrechts unterstützen.

 


Die GSV hat den Auftrag zur dieser Umfrage erteilt, um den Abgeordneten und Ministerien wichtige Hinweise und Impulse für die anstehende Reform der Insolvenzordnung „aus der Praxis für die Praxis“ an die Hand zu geben. Nicht nur die betroffenen Gläubiger mit ihren offenen – teilweise existenziell bedeutsamen - Forderungen haben ein massives Interesse an transparenter, nachvollziehbarer Insolvenzverwaltung. „Es ist höchste Zeit für eine Umfrage, wie die deutsche Wirtschaft über Insolvenzverwalter und über die Arbeit der Insolvenzgerichte tatsächlich denkt“, unterstreicht Haarmeyer.

Die Online-Umfrage richtet sich an Spitzenverbände und Kammerorganisationen der Wirtschaft sowie an alle deutschen Unternehmen. Darüber hinaus fordert die GSV auch andere Verfahrensteilnehmer, wie Insolvenzverwalter und Insolvenzrichter sowie deren Berufsverbände auf, sich daran zu beteiligen. Der Online-Fragebogen ist von Mitte Dezember 2010 bis Mitte Januar 2011 über die Homepage der GSV www.gsv.eu/studien erreichbar. Spätestens im Laufe des Februars 2011, sollen die Ergebnisse ausgewertet und veröffentlicht werden. Die umfassende Online-Umfrage erfolgt im Rahmen eines Forschungsprojektes durch das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht in Kooperation mit dem RheinAhrCampus in Remagen.